Gelesen: „Grüne Ideen sind wichtig. Aber alleine reichen sie nicht aus“

Der bewußte Verzicht auf Konsumartikel sorgt natürlich nicht nur für mehr Übersicht in unserem Leben, sondern schont darüber hinaus auch die Ressourcen unserer Umwelt. Auch wenn ich zu Beginn meiner Überlegungen diesen Aspekt gar nicht bedacht habe, finde ich den Ansatz durchaus einen Gedanken wert. In einem Artikel für „Das unterschreiben Frauen“ beschreibt Dr. Kirsten Brodde, warum Öko-Mode, Mülltrennung und erneuerbare Energien allein nur unvollständig zum Schutz der Umwelt beitragen können:

Ökologisches Konsumieren entschärft das Problem zwar, löst es aber nicht. Solange wir fünf neue Kleidungsstücke aus Bio-Wolle pro Woche kaufen, die wir in rasantem Tempo wieder einmotten, ist es Augenwischerei zu glauben, wir könnten die Umwelt wirklich entlasten. Es geht nicht nur darum, was wir konsumieren, sondern auch wie viel.

Wenn wir die Umwelt nachhaltig schützen wollen, müssen wir viel radikaler denken:: Denn dafür müssen wir unseren Lebensstil grundsätzlich ändern. […]

Wir müssen uns darüber im Klaren sein, daßwir die Welt vor allem durch eines retten können: altmodische Sparsamkeit. Ich verzichte jedenfalls auf Pappbecher aus Frischfaserpapier für meinen Coffee-to-go und bevorzuge einen Thermobecher. Und drucke schon lange nicht mehr jede 100-Seiten-Studie aus.

Wirklich fortschrittlich wäre es, nicht mehr alles sofort wegzuwerfen. Angestoßene Teller beispielsweise tun es ja auch noch, ein ausgefranstes Sofa läßt sich neu beziehen. Und beim Einkaufen lohnt es sich zu fragen: „Brauche ich das wirklich?“

Was mich zurück zu meinem Kleiderschrank bringt: Momentan suche ich meinen persönlichen Genug-Schalter, ich experimentiere mit einem Dutzend Basics, die zueinander passen und lange halten. En passant gewinne ich so mehr Übersichtlichkeit und eine klarere Linie. Das macht mein Leben leichter, und für den Umweltschutz bringt das auch mehr. Ach ja: meine Basics sind natürlich trotzdem aus Bio-Baumwolle.

Mein persönliches Fazit aus diesem Artikel sind 3 wichtige Punkte. Erstens: weniger kaufen. Zweitens: bei den bereits vorhandenen Besitztümern diejenigen reparieren, die wichtig und brauchbar für einen selbst sind, und drittens alles weitere aussortieren, dann aber nach Möglichkeit an andere weitergeben, statt sie wegzuwerfen.

Sind euch ökologische Aspekte wichtig oder geht es euch primär um eure eigene Befreiung vom Überflüssigen?

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Eine Antwort zu “Gelesen: „Grüne Ideen sind wichtig. Aber alleine reichen sie nicht aus“

  1. Pingback: Gehört: Auf Tuchfühlung – Second-Hand boomt | von allem zu viel.·

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