Was man alles ausmisten kann

Um mal ganz konkret Beispiele für Dinge, von denen man sich trennen kann, aufzulisten, habe ich neben meiner eigenen Ausbeute auch sämtliche mir bekannte 365x-Projekte durchforstet (mein neuester Fund ist übrigens die A Thing A Day Challenge aus dem Unclutterer-Forum). Entstanden ist dabei eine bunte Liste und der spontane Drang, weitere Dinge auszumisten (dem dann diverse Tassen und ungenutzte Küchengeräte zum Opfer gefallen sind).

Here we go:

  • Zeitungen und Zeitschriften
  • Prospekte
  • Bücher
  • alte Kalender
  • alte Reiseführer
  • CDs, Musiksammlung auf dem PC
  • DVDs, Filmsammlung auf dem PC
  • sonstige Dateien und Programme auf dem PC und auf CDs (Programme, Treiber, Updates)
  • Diy-Projekte (fertigmachen oder in die ewigen Jagdgründe befördern)
  • Schreibtisch: Kulis, Filzstifte und andere Dinge, die zum eintrocknen neigen (Klebstoff, Farbe)
  • Papierkram, Unterlagen (vieles muß nur bis zu einem bestimmten Datum aufgehoben werden)
  • Unterlagen aus Schule, Studium, Ausbildung und Co
  • Kerzen und Dekokram
  • Kosmetik
  • Nagellackfarben, die einen Tick anders als in der Vorstellung sind
  • Parfüm
  • Medikamente und Salben (MHD überprüfen)
  • eingegangene Pflanzen
  • Fanartikel von bestimmten Anlässen (aufblasbare Hände von der Fußball-WM, schräge Sonnenbrillen von Festivals, Verkleidungen vom letzten Junggesellenabschied – außerhalb dieser Anlässe wird man die Sachen nie wieder benutzen)
  • „lustige“ Kuscheltiere, Plüschgeweihe und sonstige Spaßgeschenke
  • Giveaways von Messen und Kongressen (Schlüsselbänder, Stoffbeutel, Broschüren): nimmt man gern mit, weil sie umsonst sind, sind aber meistens sehr überflüssig
  • Alte Elektrogeräte (Handys, Kameras inkl. Speicherkarten, MP3-Player, Drucker, dazugehörige Ladegeräte und Adapter)
  • Elektrogeräte mit Wackelkontakt, Elektroschrott, PC-Teile
  • Kabel von nicht mehr genutzten Elektrogeräten, doppelt vorhandene Kabel (man braucht selten 4 USB-Kabel gleichzeitig), diejenigen mit Wackelkontakt
  • um bei ausgemusterten Handys, Kameras und anderen elektronischen Spielzeugen zu bleiben: auch die Hüllen dazu passen meistens nicht auf andere Geräte
  • Sonnenbrillen, v.a. ohne UV-Schutz (ich besitze 3 und mir steht keine davon)
  • Maniküre-Geräte, Massage-Geräte und die meisten der anderen Dinge, die man spontan mal bei Tchibo gekauft hat (oder von Freunden geschenkt bekommen hat), weil es irgendwie so nützlich klang (von Kaffee jetzt mal abgesehen)
  • Verpackungen von Geräten, die man „für den nächsten Umzug“ aufbewahrt. Ganz ehrlich, packt man seinen Mixer wirklich wieder in den entsprechenden Pappkarton? Die Verpackung für den Flachbildschirm sollte man aber vielleicht doch lieber behalten.
  • Karten-, Würfel- und Gesellschaftsspiele, die unvollständig oder irgendwie doof (und daher selten gespielt worden) sind
  • Coffee Table Books und alle anderen, die „irgendwie ganz nett aussehen“ und die man an einem Nachmittag durchgeblättert hat
  • Gratispostkarten (ich habe alle doofen verkauft und schreibe jetzt zu jeder Gelegenheit eine der verbliebenden an nette Menschen)
  • Bettwäsche in Formaten, in denen man keine Bettdecken (mehr) besitzt
  • Kissen, Decken
  • Handtücher
  • Rucksäcke, Umhängetaschen, Reisetaschen
  • schöne Steine, Äste, Blätter und sonstiges Naturmaterial, das man mal mitgenommen hat, um es als Deko zu verwenden
  • Haarbürsten, Pinsel
  • Schlüssel von verlorenen Fahrradschlössern, ehemaligen Wohnungen, Schulschließfächern
  • Hörbücher. Hört man doch eh nicht 2x
  • schmerzhaft, aber sehr befreiend: Freunde, die einem nicht (mehr) guttun
  • nicht ganz so radikal: Freundeslisten bei sozialen Netzwerken
  • Urlaubsmitbringsel, ungeliebte Geschenke
  • Zubehör für nicht mehr ausgeübte Hobbies (Hockeyschläger, Querflöte, Staffelei)
  • Werkzeug
  • der Inhalt von Krimskramsschubladen oder –kisten
  • schöne Beutel, Schachteln, Boxen, Verpackungen, Gläser, Flaschen, Körbe, Schalen

Hier noch 2 Zitate zur Erklärung des letzten Punkts:

Ich habe meine Liebe zu Schachteln aller Art ja schon erwähnt. Und als Marcel Wanders vor zwei, drei Jahren ein 24teiliges Set von Pappkartons in abnehmender Größe für Kinder entwarf… orgasmisch! So hübsch alle! Musste ich haben! Gibt ja immer was zum Reintun! Und genau das ist das Problem. Erst kauft man die Schachteln, dann was zum Reintun.

(Quelle: und tschüss)

Für den Beutel hätte ich keine andere Verwendung, als irgendwelche Dinge darin zu horten, für die ich auch keine Verwendung habe. Also kommt er vorsorglich weg.

(Quelle: Karin Friedli)

Im Kleiderschrank:

  • Kleidung, in die man „vielleicht irgendwann mal reinpaßt“ oder die man „irgendwann mal zum Streichen oder wenn der Atomkrieg ausbricht“ brauchen könnte. Tut man nicht.
  • Gürtel
  • Schuhe
  • Taschen
  • Jacken und Mäntel
  • Schals, Handschuhe, Mützen
  • Schmuck
  • Klamotten, die ihr Haltbarkeitsdatum überschritten haben (v.a. Socken und Unterwäsche)
  • Strumpfhosen, die man „mal irgendwo drunter tragen könnte“
  • ausgeleierte Badeanzüge bzw. -hosen, löchrige Sportkleidung, ausgetretene Turnschuhe – wenn andere sehen können, wie lange man seinen Sport schon betreibt, ist das zwar einerseits ganz imposant, aber trotzdem irgendwie unästhetisch
  • unvorzeigbare Schlafanzüge
  • Haar-Accessoires, alte Haargummis (Gummi prüfen – wenn es „krrrrrtsch“ macht, ist es hinüber ;-))
  • einzelne Handschuhe, Socken oder Schuhe

In der Küche:

  • Küchengeräte, vor allem so „praktische“ (aka selten genutzte) wie Raclette für 2, Melonenbällchenausstecher oder Gemüsehandschuhe
  • Reste von bereits entsorgten Haushaltsgeräten: Staubsaugerbeutel, Plastikaufsätze, Raclettepfännchen
  • Bratpfannen und Kochtöpfe, über die man sich immer ärgert, weil die Auflagefläche nicht plan ist oder alles anbrennt
  • für Hartgesottene: überzählige Topfdeckel (man benötigt sie ja nicht alle gleichzeitig, oder?)
  • rostige Küchengeräte (Siebe, Aufgeber, Reiben)
  • Messer, Kochlöffel, Kellen
  • doppelte Salz- und Pfefferstreuer
  • TASSEN. In meiner WG befinden sich Tassen von sämtlichen aktuellen und früheren Mitbewohnern, zusätzlich Geschenke, Werbegeschenke und weitere Tassen, die irgendwer mal mitgebracht und vergessen hat. Die meisten sehen nicht mal besonders ansehnlich aus. Wenn das Regal voll ist, ist das der Moment, in dem man tollpatschige Freunde einladen oder den Zustand selbst ändern sollte (HA! Soeben erledigt.)
  • Vorratsbehälter, Tupperdosen ohne Deckel, Deckel ohne Tupperdosen
  • Teesorten, die irgendwie nicht so lecker sind, wie sie klangen
  • Gewürze
  • selten genutzte Lebensmittel aufbrauchen
  • Kochbücher

Und generell:

  • alles, was man noch in Umzugskartons im Keller stehen hat
  • alles, was noch originalverpackt ist
  • alles, wofür man keinen genauen Platz findet
  • an Orten, an die man schlecht rankommt: unterm Bett, auf Schränken, in Ecken
  • Dinge, die man unnötigerweise doppelt hat (ich besitze z.B 2 Kaffeemühlen vom Flohmarkt und kann mich einfach nicht entscheiden, welche schöner ist)
  • bzw: Dinge, die es mal im Doppelpack oder in einem Set gab (von dem einem nur die eine Hälfte gefallen hat)
  • alles, was man sich irgendwann mal von Freunden geliehen und nicht zurückgegeben hat
  • alles, was einen im täglichen Umgang oder beim ständigen Wegpacken nervt (unpraktische Küchengeräte, schlecht sitzende Kleidung, Schmuck (in meinem Fall: Armbänder. Ich kann es nicht haben, wenn da was baumelt), der Stift, der immer abbricht, das Bild, das dauernd umkippt… wer da mal drauf achtet, wird plötzlich immer mehr finden, wovon er sich trennen will, weil es Stressreduzierung bedeutet

Wichtigste Regel: hebe nichts auf, was dich traurig macht.

(Quelle: 365xweniger)

Und nein, diese Sachen muß man nicht alle wegwerfen. Passend zur Ausmistliste kommt demnächst noch eine Verwertliste mit Möglichkeiten, seinen aussortierten Schätzen ein neues Zuhause zu geben.

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5 Antworten zu “Was man alles ausmisten kann

  1. Pingback: Gefunden: scaldra.de | von allem zu viel.·

  2. Wirklich super Tipps, in denen sehr viel Wahrheit steckt > Verpackung von Geräten, die man sich aufhebt für den nächsten Umzug zum Beispiel. Ich mache das öfters und es ist eigentl. blöd. Bei einem Umzug finde ich den Karton dann meist nimmer mehr. Lustig finde ich auch: tolpatschige Freunde einladen für die Tassen und nie benutzten Gläser.^^ WAs ich schon ab und zu mal mache sind Gewürze ausmisten. Da kommt auch bisschen was zusammen.
    Aber was bitte sind: Coffee Table Books? Kauft man sich wirklich Bücher, die „gut aussehen“? Ich glaub, sowas besitze ich nicht und ist mir auch noch nie untergekommen. Daher wäre ich für eine Erklärung dankbar.

  3. Ich bin doch nicht so hoffnungslos wie ich dachte. Vieles auf dieser Liste habe ich in den letzten Jahren schon radikal reduziert, lasse ich nicht mehr zu das es sich ansammelt oder ich habe mich beim grossen Frühlingsputz / Kleiderschrank ausmisten darum gekümmert.
    Es hat aber natürlich noch neue Kategorien an die ich noch gar nie gedacht habe und die sich vielleich als Knackpunkte erweisen könnten. Danke für die tolle Liste.

  4. Ich bin in den letzten Jahren ca. jedes Jahr umgezogen – und selbst in so kurzer Zeit hat sich immer so viel Zeug angesammelt. Gerade wenn man viel umzieht, ist das alles Ballast. Es gibt aber selbst dann immer wieder Sachen die unnütz sind bzw. einfach viel Platz rauben. Wie beispielsweise Bücher (Ja, ich bin eine Leseratte… ). Die habe ich dann über den Preisvergleich https://www.bonavendi.de/verkaufen/gebraucht.html verkauft. Lohnt sich deshalb, da es schneller und unkomplizierter geht als über Kleinanzeigen zu verkaufen (oder auf dem Flohmarkt), und man kann den Anbieter finden, der einem am meisten dafür zahlt. Vielleicht kann jemand damit ja was anfangen 🙂
    Ich habe manchmal aber auch eher Probleme mit kleineren Sachen, die ich aufhebe. Die kann man bei Umzügen noch schön und einfach mitnehmen, aber am Ende sind da auch viele Sachen dabei, die man nie braucht… Ist also selbst für mich ein schwieriges Thema! Danke also für’s drauf aufmerksam machen! Ich bleibe dran…

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