Michael Simperl: Lessness

Kürzlich las ich ein Interview mit Michael Simperl, dem Autor des Buches „Lessness“. Er beschrieb darin die Situation, in die uns das Überangebot in jeglicher Hinsicht gebracht hat, und wie man damit umgeht:

„Wir leben in einer Gesellschaft des ,Zu viel‘. Das ist eine Tatsache, und damit muß man umgehen – auch wenn wir innerlich anders geprägt sind. Denn seit Urzeiten war das ,Mehr‘ ja immer ein Gewinn und eine Frage des Überlebens. Das hat sich mit steigendem Wohlstand und zunehmender Vernetzung in den letzten 40 Jahren radikal verändert. Mehr zu haben ist so lange gut, bis der umgekehrte Effekt einsetzt und es uns nicht mehr erfüllt, sondern belastet. Da sind die Grenzen sehr individuell, und es lohnt sich, sich regelmäßig zu prüfen, ob der Konsum unsere Sehnsucht wirklich stillt oder uns nur ablenkt vom Eigentlichen. Bei allem, was man tut, sollte man sich fragen: Wie fühle ich mich danach? Wenn ich mich Stunde um Stunde in den Informationen des Internets verliere, wenn ich samstags von einer Freizeitaktivität zur nächsten hetze, wenn beim Abendessen ständig mein Handy klingelt, wenn die Urlaubsziele immer exotischer werden, wenn ich den dritten Nachtisch auch noch esse – bin ich danach wirklich glücklich? Oder spüre ich eher einen Kater?“

Amazon beschreibt das Buch „Lessness“ übrigens wie folgt:

Bewusst weniger haben und weniger wollen: So finden wir heute Glück und Zufriedenheit. Um wirklich glücklich zu sein, brauchen wir viel weniger Geld, als wir glauben. Die Wirtschaftskrise bietet die Chance, das Wesentliche im Leben neu zu entdecken.

Schluss mit dem Konsumterror! Immer größere Autos, noch ausgeklügeltere Handys, noch perfekteres Aussehen: Nur im Mehr liegt das Glück, reden wir uns ständig ein. Unsummen an Lebenszeit, Nerven und Geld investieren wir dafür. Oder fühlen uns mies, weil wir uns das alles gar nicht leisten können. Doch kann man so jemals glücklich werden?

Dieses unterhaltsame Buch zeigt, wie wir uns genau die Wünsche erfüllen, die wir haben – und nicht die, die uns von Plakaten und aus Trendmagazinen anlächeln. Auf einmal sind wir entspannt, haben wieder Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben, und nebenbei ist auch wieder mehr Geld in der Tasche.

Ich habe es leider noch nicht gelesen, werde aber bestimmt beim nächsten Besuch einer Buchhandlung mal ein Blick hineinwerfen. Oder kann einer von euch schon Erfahrungswerte liefern?

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2 Antworten zu “Michael Simperl: Lessness

  1. Hast du es mittlerweile schon gelesen? Ich kann es dir gerne leihen. Bei Interesse einfach kurz melden. Ich kann das Buch sehr empfehlen, ist eingängig geschrieben.

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