Loslassen.

Warum es oft besser ist, etwas von seinen Besitztümern (aber auch Träume und Beziehungen) loszulassen, haben The Minimalists sehr einleuchtend beschrieben. Genauso, wie man einen Sonnenuntergang nur in dem Moment genießen kann, in dem er stattfindet („A sunset is beautiful, but it lasts only so long. Once it’s over, it’s over.“), bereichert auch alles andere unser Leben nicht zu jedem Zeitpunkt gleichermaßen.

But life does not work this way. Not everything that adds value today will add value tomorrow.

Die Kunst liegt daher darin, zu erkennen, wann unser Besitz uns nicht mehr bereichert, und ihn dann gehen zu lassen. Wer prophylaktisch vorgehen will, hinterfragt außerdem bereits beim Kauf, welchen Wert der anvisierte Gegenstand dem eigenen Leben bietet. Und meistens kommt man im Zuge dessen ganz schnell zu der Erkenntnis, dass der Zugewinn doch recht überschaubar ist…

Das Wesentliche ist und bleibt jedoch die Einsicht, dass unser Leben sich verändert. Wir verändern uns. Wir schließen Türen und öffnen eine neue. Und dabei wollen wir eigentlich nicht unbedingt auf all das sehen, was sich hinter den alten Türen verbirgt und zu einem Leben gehört, das wir – bewusst oder unbewusst – hinter uns gelassen haben. Es mag Teile unseres Selbst geben, denen wir hinterhertrauern, die wir wieder heraufbeschwören und mit neuem Leben erfüllen wollen. Die Frage ist nur, wie realistisch das ist. Oder anders gefragt: Which fantasy self are you decluttering? Und so geht es beim Ausmisten letzten Endes nur um eins: Ehrlich zu sich selbst zu sein.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s