Neue Challenge: Zen to done

Quelle: imgriff.com

Für Produktivitäts- und Zeitmanagementsysteme hatte ich ja schon immer eine Schwäche. Getting things done kam mir damals wie die ultimative Antwort vor, weil mein Hauptproblem tatsächlich meistens das ist, dass ich den Kopf voller Ideen habe, die ich auf gar keinen Fall vergessen will. Eine entsprechende Ordnungsstruktur hat mir daher schon viel Grübelei („Was war es noch, was ich unbedingt erledigen wollte?“) abgenommen, aber auf die Art und Weise besteht natürlich immer die Gefahr der ins Unendliche ausufernden Listen. Weil ich auch hier das Wesentliche vom Unwesentlichen trennen und zumindest ansatzweise mal in den Genuss einer abgearbeiteten Liste kommen wollte, habe ich mir schon vor einiger Zeit Zen to done von Leo Babauta zu Gemüte geführt, bin aber nicht über die ersten Schritte hinausgekommen. Das könnte sich 2014 mit etwas Glück ändern, weil ich jetzt einfach hier verkünden werde, dass ich es noch mal damit probieren will. So, jetzt komme ich aus der Nummer nicht mehr raus.

Zen to done will dort ansetzen, wo GTD aufhört, und legt den Fokus daher mehr auf das „Machen“ denn auf das „Verwalten“. Im Wesentlichen beinhaltet das Konzept 10 Gewohnheiten, die man sich eine nach der anderen antrainieren soll, anstatt von heute auf morgen zu versuchen, sein gesamtes Verhalten umzukrempeln. Klingt erst einmal einleuchtend. Pro Gewohnheit wird ein Übungszeitraum von 30 Tagen empfohlen, und da der Januar bislang ohnehin im Zeichen des Struktur Gebens stand, setze ich einfach nahtlos bei Gewohnheit Nr. 8 an: Vereinfachen. Die genannte Reihenfolge ist nicht zwingend, man soll vielmehr dort anfangen, wo man sich die größten Erfolge verspricht. Und erst einmal alles Unwichtige loszuwerden war ja schon in den vergangenen Jahren nicht die schlechteste Idee 😉

Falls der ein oder andere von euch sich auch daran probieren will: das komplette E-Book zum Thema gibts hier.

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10 Antworten zu “Neue Challenge: Zen to done

  1. Tolle Anregung! Ich hatte auch schon von beidem gelesen und begonnen, die ersten „Kleinigkeiten“ umzusetzen. Wie so oft war ich aber besser im Planen und auflisten als im wirklich MACHEN. Ich starte also auch noch einmal. 10 Gewohnheiten in 10 Monaten, das muss doch zu schaffen sein…. Danke! 🙂

      • Ich beginne mit dem Punkt „Durcharbeiten“, der bereitet mir noch besondere Probleme. Immer wieder bilden sich Stapel.
        Im „Planen“ und „Organisieren“ bin ich schon recht routiniert und die wichtigsten Aufgaben sind einem ja quasi von selbst bewusst, wenn man sich vor Arbeitsbeginn eine Minute Zeit für Ruhe nimmt. Aber die Stapel mit den weniger wichtigen / dringenden Aufgaben nehmen hier oft überhand und irgendwann brennt doch was an :-(.
        Also werde ich mich zunächst nochmals mit dem „Durcharbeiten“ befassen und dann zum „Handeln“ übergehen. So der Plan 🙂

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  4. Zen to Done ist ein tolles System. Das dumme ist nur, dass man am liebsten alle Punkte auf einmal ausprobieren m￶chte, weil sie alles so einfach klingen. Aber es ist schon sinnvoll, wenn man sich jede Gewohnheit einzeln vornimmt.
    Ich habe mit Nummer, 3 angefangen: Planen. Jeden Sonntag überlege ich mir, was ich in der kommenden Woche schaffen will. Und abends lege ich ToDo-Listen für den nächsten Tag an, inklusive MiTs. Meistens schaffe ich es auch, die wichtigsten Punkte abzuarbeiten.
    Wegen deiner Zettelwirtschaft: Das kenne ich. Ich habe mir schon so einige schicke Notizbücher gekauft, doch dann habe ich sie kaum oder nie benutzt, weil mir die Notiz entweder zu unwichtig war (“Klopapier kaufen”) um damit die schönen weißen Seiten zu füllen, oder weil es mir zu blöd vorkam, das Buch in der Öffentlichkeit herauszuholen. Mittlerweile benutze ich auch Schmierzettel bzw. DinA-7-Karteikarten, die ich mit einem Haargummi zusammenhalte. Manchmal drucke ich mir auch einen Pocketmod (http://repocketmod.com/) aus, das ist ein kleines Notizheft, kann man auch schon einseitig bedruckte Blätter für verwenden.
    Benutzt du noch andere Programme oder Apps außer Remember the Milk?

    • Hallo Pia,
      gut zu wissen, dass es nicht nur mir so mit der Ungeduld beim Umsetzen geht 😉 Ich habe aber schon jetzt festgestellt, dass dieses monatliche Fortschreiten innerhalb des Systems bei mir dazu führt, mich noch mal daran zu erinnern, dass ich mir da ja was vorgenommen habe 😉 Was sind denn MiTs?

      Und ja, die Notizbücher *seufz* Ich zwinge mich schon, die bereits angefangenen mal sinnvoll zu Ende zu führen, anstatt immer neue einzuweihen, oder es von vornherein zu lassen. Jetzt muss ich stattdessen einfach viele tolle Reisen machen, auf denen sich das Führen eines Reisetagebuchs lohnt 😀

      An Apps verwende ich nur Remember the Milk und einen Kalender (aCalendar), damit ich nicht wieder Gefahr laufe, mich zu verzetteln. Ansonsten habe ich noch eine Excel-Datei mit diversen Listen (je auf einem Tabellenblatt), auf die ganz im Sinne von Getting things done die Sachen kommen, die nicht zu den täglichen ToDos gehören, aber trotzdem sortiert festgehalten werden sollen (z.B. Filme, Bücher, Reiseziele). Das reicht fürs Erste 🙂

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