Alles hat seine Zeit.

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Beim Ausmisten stellt man sich oft die Frage: passt das noch zu mir und meinem Leben, bin ich das noch, mache ich das noch? Auf diese Frage gibt es im Wesentlichen 3 Möglichkeiten: loswerden, behalten und benutzen oder – und das ist die Entscheidung, die einen kurzfristig am unzufriedensten hinterlässt – sich vornehmen, es zu benutzen. Mich macht es jedenfalls immer ganz wuselig, zu wissen, dass ich da noch 25 DIY-Projekte habe, von denen ich weiss, dass sie mir sowohl Spaß machen als auch ein schönes Endergebnis liefern werden, ich momentan aber leider keine Zeit habe, sie zu beenden (und ja, das ist eine Frage der Prioritäten, aber auch mit einer Woche ohne Termine könnte ich nicht ALLES schaffen 😉 ). Gleiches gilt für Kochzutaten und Rezepte, Bücher, Filme und und und.

Was mir erst mit der Zeit klargeworden ist: schon zu wissen, dass die Dinge/Projekte existieren, und einen besseren Überblick zu haben, führt dazu, dass ich sie auch einsetze  – und zwar dann, wenn sich eine Gelegenheit dazu bietet.

Ein paar Beispiele gefällig? Bitteschön:

  • Seifenblasen. Stehen hier so lange rum, bis der nächste warme Tag kommt und man wieder Quatsch im Park machen kann (die Fotos vom letzten Jahr lassen mich immer noch schmunzeln).
  • Irgendwann hatte ich Salbei gekauft, weiß der Geier, warum. Er stand und stand hier, bis mich die alljährliche Erkältung packte und mir die Medikamente ausgingen. Jetzt weiß ich, dass das gute Zeug noch viel mehr kann 🙂
  • Sesam. Jahrelang verflucht, weil es einfach nahezu unmöglich ist, 500 g davon zu verbrauchen. Dann kam die Begeisterung für Tahini und damit einhergehend die Erkenntnis, dass man das ja auch selbermachen könnte – da ging er hin, der lästige Küchengast.
  • Ätherisches Öl. Ursprünglich zum Massieren gedacht, aber dazu kommt so selten jemand vorbei 😉 War aber super, als das Badesalz der Wahl etwas schwach auf der Brust war.
  • Die Sinn-Diät. Vor längerer Zeit gekauft und ins Regal gestellt, in einem Moment allgemeiner Knatschigkeit wieder rausgekramt – und nach 20 min Lesen war die Welt schon wieder ziemlich in Ordnung 🙂

Das soll jetzt kein Plädoyer fürs Behalten sein – was nicht mehr da ist, wird meistens auch nicht mehr vermisst. Aber die Dinge, die wir nach reiflicher Überlegung behalten, sollten uns glücklich statt unruhig-unzufrieden machen. Und dazu ist offensichtlich ein bisschen Geduld nötig 🙂

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2 Antworten zu “Alles hat seine Zeit.

  1. Und da kriegt man als Entrümpler immer gesagt: „Irgendwann hast du gar nichts mehr.“ Is gar nicht so 🙂 Einen sonnigen Gruß aus Dresden, Sandra (Minimalistin der Fülle)

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