Neue Leidenschaft: Podcasts.

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Ich habe seit Wochen nicht eine Folge Serien mehr geguckt. Wer mich näher kennt, weiß: da stimmt was nicht (gehören sie doch bei mir sonst zum Abschalten oder Einschlafen dazu). Schuld daran ist ein neues Medium, das sich klammheimlich in meine Freizeit geschlichen hat: der Podcast. Angefangen mit der ein oder anderen Folge, bei der ich einfach nur wissen wollte, wie Menschen, von denen man schon länger Texte im Internet liest, im direkten Interview klingen, hangelte ich mich bald von einem Podcast zum nächsten (wobei ein Naturgesetz dieses Mediums zu sein scheint, dass man in Berlin wohnt und einer der verbliebenen 5 Twitterer Deutschlands ist). Ich lernte, dass man „Filterbubble“ und „Narrativ“ sagen muss, und das lieber einmal zu oft als einmal zu wenig. Ich stellte fest, dass ich überraschend viel Bezug zu den meisten Netzthemen habe, auch wenn sie mich im täglichen Nachrichtenstream bislang eher weniger angesprochen haben. Und ich befand mich bald, ganz anders als bei Hörbüchern, mit denen ich nie richtig warm geworden bin und die meistens keinen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, in einem umtriebigen „Das muss ich mal nachrecherchieren, machen oder ausprobieren“-Modus. So richtig greifbar ist das alles noch nicht, aber es wird sich vermutlich die ein oder andere Idee konkretisieren, während ich mich durch die zum Glück reichhaltig vorhandenen Archive höre.

9 Gründe dafür, warum Podcasts toll sind:

  1. Weil man schnell und locker aufbereitet etwas Neues lernt (wie sieht eigentlich der Alltag einer Auslandskorrespondentin aus? Wie funktioniert das mit der verschlüsselten Kommunikation? Wie backe ich den perfekten Cheesecake?).
  2. Weil man einen kurzen Einblick in die Lebenswirklichkeit und den Blickwinkel spannender Menschen erhält (z.B. Stephan Urbach).
  3. Weil sie Zeitgeschehen kommentieren und durch Hintergrundinformationen verständlicher werden lassen.
  4. Weil man sich während routinemäßigen Alltagsbeschäftigungen gut unterhalten lassen kann (seit ich Podcasts höre, kann ich mich viel besser zum Aufräumen, Kochen oder Koffer packen motivieren).
  5. Weil sie einen auf neue Ideen bringen (Internetprojekte starten, sich engagieren, mal Buch lesen, das man sonst nicht auf dem Schirm gehabt hätte).
  6. Weil sie die eigene Stimmung beeinflussen und wahlweise aufwecken, zum Lachen bringen oder beim Einschlafen helfen.
  7. Weil sie mehr zum Denken anregen als z.B. Filme oder Serien, selbst wenn sie auch nur unterhalten wollen.
  8. Weil sie(, wenn sie gut sind,) das Gefühl für Sprache, Wortwitz und Argumentationslinien schulen.
  9. Weil sie mit guten Shownotes zum Weiterdenken anregen und über die reine Sendezeit hinaus wirken.

Derzeit gerne gehörte Podcasts:

Habt ihr Lieblingspodcasts? Und macht das Hören etwas mit euch?

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2 Antworten zu “Neue Leidenschaft: Podcasts.

  1. Hallo! Sorry, dass ich dir das einfach in die Kommentare schreibe, aber ich finde sonst nichts wo man „privat“ hinschreiben könnte :/
    Jedenfalls hast du meinen Blog „Der Fluss der Dinge“ in deinem Blogroll (Danke dafür! 🙂 ) und ich bin grade damit umgezogen; die neue Adresse ist: http://www.flussderdinge.net
    Würde mich freuen, wenn du den neuen Link übernehmen könntest 🙂
    Danke und lieben Gruß! 🙂

    • Hallo Majka,

      danke für den Hinweis, ich werde es entsprechend ändern 🙂 Du findest übrigens unter about auch eine E-mailadresse, aber Kommentare kommen natürlich auch an, wie du siehst 🙂

      Liebe Grüße
      Anna

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