To do im Januar

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Die Vorweihnachtszeit ist ja immer stressig, aber dieses Jahr war es noch etwas schlimmer als sonst. Aus Zeitmangel ordnete ich alles, was man sonst im Advent zwar unter Druck tut, aber dennoch mit dem Resultat, dass zumindest ein bisschen Weihnachtsstimmung aufkommt, der Arbeit unter. Ich, die sonst immer schon im Herbst alle Geschenke zusammen hat, musste das Unvermeidliche tun und am selbst am 24.  noch mal los, um die letzten Kleinigkeiten zu besorgen. Ich hatte keinen Adventskalender und keinen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, und dass ich nicht mal die obligatorischen Weihnachtssüßigkeiten gegessen habe, fiel mir erst auf, als sie zwischen den Jahren um 50% reduziert im Supermarkt standen. Ohne groß darüber nachzudenken hatte ich Weihnachten und den Großteil dessen, was seinen Zauber ausmacht, irgendwie verpennt. Und so viel man auch über von der Konsumindustrie suggerierte Zwänge schimpfen mag: das war einfach traurig.

Der Jahresrückblick fiel im Grunde genommen ähnlich aus: unheimlich viel geschafft, viel erlebt, viel gereist – aber dabei auch das permanente Gefühl, zu müssen statt zu dürfen. Permanent an die eigenen Grenzen zu gehen und dabei den Blick für das Wesentliche zu verlieren. Durch den Arbeitsdruck die Leichtigkeit zu verlieren.

Mit dem Blick auf die Ziele für das nächste Jahr weiß ich allerdings auch, dass es schwer werden wird, 2016 einfach den Schalter umzulegen. Ist das nur noch der Endspurt, nach dem endlich alles besser wird? Oder sollte ich zusehen, mir lieber heute als morgen einen schönen Tag zu machen? Oder schließt das eine das andere gar nicht aus? Ich würde mich freuen, mit dem ein oder anderen darüber in einen Dialog zu treten – falls ihr also für euch das perfekte Gleichgewicht zwischen Pflicht und Kür gefunden habt – lasst mich wissen, wie!

 

Vorweg aber noch der obligatorische Monatsrückblick zum Dezember:

  • der geplante Arbeitsendspurt ist leider der allgemeinen Müdigkeit zum Opfer gefallen. Naja, dann eben nicht.
  • Ruhe? Siehe oben. Eine der Oasen: das Weihnachtsoratorium.
  • Ausmisten war leider auch nicht drin, auch wenn ich jede Menge Ideen gehabt hätte.
  • Trotzdem noch geschafft: Meine erste Steuererklärung. War gar nicht mal schlimm.
  • Die 2 Familiengeburtstage waren kulinarisch spannend und vorbereitungsärmer als gedacht.
  • Man könnte sagen, dass ich schon selbst schuld bin, dass ich mir noch Kurztrips nach Frankfurt, München und Franken auflade, aber diese Tage waren mit Abstand die besten und gelösten seit langem. Highlights waren der Blick vom Maintower über das nächtliche Frankfurt mit dem Freund, eine 5,5stündige Wanderung mit 1800 Höhenmetern und Blick auf die Zugspitze und die Begegnung mit einem Rhodesian Ridgeback, der mir meine Angst vor Hunden nahm.
  • Weihnachten war dann zum Glück auch ruhig, aber immer noch mit zuviel Reiserei mit schweren Taschen verbunden. Davon nächstes Jahr bitte auch weniger.
  • Wie immer wurde während der Feiertage viel gelesen: Ferdinand von Schirach: Der Fall Collini, Stanislaw Lem: Der Unbesiegbare
  • gesehen: 3 Nüsse für Aschenbrödel (tatsächlich zum 1. Mal – der Kultstatus erschließt sich mir aber noch nicht)

 

Geplant für den Januar:

  • Die Suche nach der Leichtigkeit.
  • Möglichst stressarm den 2. Teil der Studie organisieren. Das wird doch irgendwie zu schaffen sein.
  • der Klassiker: Lesen statt Internet
  • noch so einer: ausmisten, reparieren und den Haushalt auf Vordermann bringen
  • an einer Kleidertauschparty teilnehmen (kürzlich gelernt: die werden in Deutschland z.B. von Greenpeace organisiert)
  • die nächste Steuererklärung angehen
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2 Antworten zu “To do im Januar

  1. „Lesen statt Internet“ steht bei mir gerade auch sehr hoch im Kurs. Im Moment versuche ich eine neue Routine zu etablieren, damit abends wieder mehr Zeit zum Lesen bleibt. Die letzte Woche hat das schon sehr gut funktioniert 🙂

    Und an die Steuererklärung habe ich heute ebenfalls gedacht (und den Gedanken gleich schnell verdrängt).

    Liebe Grüße & viel Erfolg mit deiner Studie,
    Svenja (Apfelmädchen)

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